Dovje und Mojstrana sind kleine Dörfer, die wie Zwillinge immer zusammenhalten, von ihrem Temperament her jedoch sehr verschieden sind. Jedes liegt an seinem Ufer der Sava und der Hauptverkehrsader durch das Zgornjesavska-Tal; beide sind Ausgangspunkte für die Entdeckung der Julischen Alpen und der Karawanken.
Die Geschichte von Mojstrana beginnt im 14. Jahrhundert, als sich hier der Bergbau und die Eisenverhüttung entwickelten, heute ist der Ort eher für seine vielen ausgezeichneten Bergsteiger und Skifahrer bekannt. Von Mojstrana aus führen drei traumhafte Alpentäler zum Herzstück der Julischen Alpen, zum Triglav, dem höchsten slowenischen Berggipfel (2864 m). Das Krma-Tal bietet Bergsteigern den leichtesten Zugang zum Triglav und ausgezeichnete Gelände zum Tourenskifahren, das Kot-Tal bezaubert mit Ruhe und Einsamkeit im Schatten der Nordwand des Bergs Rjavina, und Vrata, laut Alijaž (s.u.) das schönste Tal der Welt, überrascht mit der gewaltigen Nordwand des Triglav.
Dovje ist ein Dorf mit tausendjähriger Geschichte und Bauerntradition. Es ist unter den Hängen der Karawanken gelegen, zu deren Fuße fleißige Dorfbewohner über die Jahrhunderte hinweg Terassenfelder angelegt haben. Im Dorf haben sich zahlreiche Merkmale der Alpenarchitektur erhalten. Bemerkenswert sind die halbrunden Eingangstüren in die Bauernhäuser, von denen Gastfreundschaft ausstrahlt.
In Dovje war 38 Jahre lang der Pfarrer Jakob Aljaž (1845 - 1927) tätig, der die Hütten im Vrata-Tal und auf der Kredarica-Anhöhe, den Turm auf dem Triglav sowie die Wege in die Julischen Alpen erbaut hat. Er war auch Komponist, Sänger und Volkserwecker. Im Pfarrhaus wurde ihm ein Gedenkzimmer gewidmet und an der Hauptstraße zwischen den beiden Dörfern steht sein Denkmal.
